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Bio  Obsthof Schindlerbiologisch-dynamischer Anbau

Renchtalstraße 18 · 77855 Achern-Mösbach

 

Unsere Öffnungszeiten

Freitags: 15 bis 18 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung

- Hofladen -

obst

Obstsorten

Auf rund 20 ha Fläche werden vor allem Zwetschgen, sowie Birnen und Äpfel angebaut. Die bekannteste Apfel-Sorte ist bei uns der Topaz.

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saefte

Säfte

Auf die Frucht kommt es an. Handverlesene Äpfel und Birnen verleihen unseren Säften Natürlichkeit und ein einzigartiges Aroma.

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marmelade

Quittengelee

Unsere Spezialität:
Hildes Bio-Quitten, nach dem Mond selbst gekochtes Quittengelee.

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Unser Familienbetrieb

Mit der Übergabe der Hofstelle und etwas um die ein Hektar Fläche von meinen Großeltern Lorenz und Anna Doll starteten meine Frau Hilde und ich 1996 noch in kleinem Umfang mit dem biologischen Anbau. Meine Großeltern bewirtschafteten den kleinen Hof bis zu Ihrer Rente im Haupterwerb mit Tierhaltung, Ackerbau und Obstbau.

demeter-Vertrag

Im Januar 1996 wurde dann auch gleich ein demeter-Vertrag abgeschlossen, der die Bewirtschaftung nach den biologisch-dynamischen Richtlinien voraussetzt. Unter großer Unterstützung meiner Eltern Josef und Gerlinde dehnte sich diese Fläche mit den Jahren auf nunmehr 20ha aus. Unsere Hauptkulturen sind Äpfel, Birnen und Zwetschgen. Hinzu kommen noch im kleineren Stil Mirabellen, Quitten, Reneclauden, Tafel- u. Brennkirschen sowie Mispeln.

Biologischer Anbau

Seit ein paar Jahren bauen wir auch noch die Kürbissorten Hokkaido und Butternuß an. Die damit verbundenen Arbeiten passen gut in unsere Betriebsabläufe. Außerdem werden noch Ziergehölze kultiviert. Diese veredelten Weidenkätzchen und Forsythien werden im Frühjahr kurz vor dem Austrieb geschnitten und von der Chefin Hilde und Oma Gerlinde zu Sträußen gebunden. Vermarktet werden diese über einen Großhändler, sowie verschiedene Märkte vor Ostern.

Brennerei

Eine kleine Brennerei zur Herstellung von Branntwein ist auch vorhanden. Sie wird hauptsächlich zur Resteverwertung gebraucht. Gebrannt werden Kirschen, Zwetschgen, Äpfel, Mirabellen, Birnen und die Mispel. Der „rohe“ Branntwein wird dann an befreundete Bio-Kollegen weiterverkauft, die diesen dann weiter veredeln. Erwerben lassen sich diese Brände vor allem bei Manfred Rothe, Friedhelm Rinklin und Willi Schmidt.

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Team

Das Team

 
Um alle anfallenden Arbeiten im Betrieb zufriedenstellend bewältigen zu können braucht es gute Mitarbeiter.

Und glücklicherweise haben wir die!

Unsere feste Mitarbeiter Andreas, Iulian-Dan, Oma Gerlinde sowie über die Saison immer zeitlich wechselnd ca. 15 weitere Saisonkräfte aus Polen und Rumänien sind daher nicht mehr wegzudenken. Sie alle sind in erster Linie mit der Pflege und Ernte aller Kulturen beschäftigt. Auch die vielleicht nachfolgende Generation mit Jonathan, Moritz und Anna helfen schon tüchtig mit. Derzeit besuchen aber alle drei noch die Schule.

Angebot

Bei den Äpfeln werden folgende Sorten angebaut:
Hana, Collina, Nela, Deljonka, Santana, Gala, Topaz, Pinova, Roter Boskoop, Natyra
 
Spezialisiert haben wir uns auf frühe Apfelsorten, da wir hier in der Ortenau klimatisch bedingt einen ca. zweiwöchigen Vegetationsvorsprung haben. Für Kunden mit allergischen Problemen bieten die Sorten Santana und Natyra eine willkommene Option mit Genuss genießen zu können. Seit drei Jahren bauen wir aber auch z.B. die neue und späte knackige Bio-Sorte „Natyra“ an. Im Anbau nicht ganz einfach und mit recht geringen Erträgen, überzeugt Sie aber die Kundschaft mit ihrem sehr guten Geschmack und Festigkeit. Bis auf die Sorten Gala und Pinova sind alle Sorten bei uns schorfwiderstandsfähig. Im Hofverkauf bieten wir auch eigenen Apfel- und Apfel-Birnen-Saft in der 1l Glasflasche an.
 
Bei den Birnen haben wir folgende Sorten:
Tristan, Harrow Delight, Concorde, Conference, Harrow Sweet, Novembra, Fred, Gräfin von Paris

Unsere Hauptsorte im Betrieb ist die Concorde. Diese Sorte überzeugt mit einem einzigartigem Geschmack. Sie ist im harten als auch im vollreifen Zustand genießbar. Eine Besonderheit ist die rote Frühsorte Tristan. Sie ist leider nicht lagerbar, aber optisch ein Hingucker und optimal geerntet ein Geschmackserlebnis. Aufgrund ihrer Fruchtgröße und zu früher Reife war sie für den Erwerbsanbau uninteressant. Eine Vermehrung wurde seitens des Züchters nicht mehr forciert und daher verschwand sie vom Markt. Wir konnten uns jedoch von den letzten drei Bäumen in Deutschland die Reiser sichern und haben mittlerweile rund 300 Bäume stehen.
 
Das Zwetschgensortiment beinhaltet:
Herman, Katinka, Ersinger, Bühler, Hanita, Azura, Auerbacher, Haroma, Hauszwetschge, Presenta

Bei den Zwetschgen versuchen wir bewusst geschmacklich herausragende Sorten anzubauen. Von früh bis sehr spät haben wir ein geschlossenes Sortiment. Explizit jetzt eine Sorte herauszunehmen ist schwierig. Jede Sorte hat ihre Eigenheit und Berechtigung.
Aufgrund vieler krankheitsbedingter Probleme, vor allem bei neuen Sorten, werden wir in den kommenden Jahren versuchen unser Sortiment auf alte und z.T. längst verschwundene Sorten umzubauen. Wir sind gespannt!

Kirschen:
Johana, Valeska, Kordia, Regina


Hier haben wir nur noch eine kleine Auswahl. Durch die Kirschessigfliege und eine im demeter-Anbau nicht genehmigte Bekämpfung macht den Anbau kaum noch möglich. Nur eine optimale Witterung um die Erntezeit kann eine Beerntung möglich machen. Der Anbau von Tafelkirschen wird deshalb bei uns mit der Zeit wegfallen.

Reneklodensorten:
Große Grüne, Oullins, Graf Althans


Durch die Klimaveränderung und einhergehendem Trockenheit, versuchen wir es wieder im größeren Stil mit Renekloden. Da sie zur Reife hin sehr Platzempfindlich sind, hoffen wir hier in Zukunft auf etwas sichere Ernten.

Mirabellen:
Mirabelle d´Nancy - Klassiker und weit bekannt. Nichts destotrotz werden wir auch hier in den nächsten Jahren mit älteren Sorten Versuche starten.


Quitte:
Cydora Robusta - Diese Sorte ist gegenüber dem Feuerbrand robust und für uns daher eine Option. Verkauft werden die Quitten über den Großhandel, oder zu Hildes Quittengelee verarbeitet. Spezialität: Hildes Bio-Quitten, nach dem Mond selbst gekochtes Quittengelee.

Mispel:
Eine alte und robuste Wildobstart. Hier haben wir eine früher reif werdende Sorte selektiert. Die Frucht wird nach dem ersten Frost am Baum weich und kann dann folgernd geerntet werden. Verkauft wird zum Teil über den Frischmarkt, oder als Verarbeitungsware an die Beerenbauern. Dort finden die Mispeln Heimat in einem Winterfruchtaufstrich mit Zimt.

Anbau

Was im Garten als Einzelbaum oder Beerenstrauch immer recht gut funktioniert, stellt uns aber im Broterwerb vor große Herausforderungen. Eine Symbiose zwischen Wirtschaftlichkeit und Ökologie ist nicht immer einfach. Um dem Krankheitsdruck entgegen zu wirken setzen wir im Betrieb auf robuste und zum Teil resistente Sorten. Das reduziert die Anwendungen doch wesentlich.

Unsere Standartmittel sind Algenpräparate, Pflanzenöle (Neemöl, Rapsöl), Schwefel, Kalk, Seifen, Backpulver und in geringen Mengen auch Kupfer. Chemisch-Synthetische Wirkstoffe finden keine Anwendung. Unter den Bäumen sollte die Vegetation kurz gehalten werden, um Nährstoffkonkurrenz und Mäuseschäden zu vermeiden. Mit verschiedenen mechanischen Anbaugeräten ist es uns aber möglich gute Ergebnisse zu erzielen. Bei Jungbäumen muss allerdings auch oft mit der Handhacke gearbeitet werden.

Schäden durch Mäuse sind nicht unerheblich. Unser Mitarbeiter Andreas fängt über das Jahr um die 5-600 Schermäuse. Dies honorieren wir mit einer sogenannten „Schwanzprämie“. Genaue Schädlingskontrollen inklusive der Beobachtung vorhandener Nützlingen helfen bei der Entscheidung, überhaupt eine Behandlung durchführen zu müssen. Meine Philosophie ist mit möglichst wenig Pflanzenschutz den optimalen Erfolg zu haben. Dieses Wunschdenken klappt aber nicht immer, und mit Verlusten muss man umzugehen wissen. Hilflos zuzuschauen tut öfters mal weh.

Zur Bestäubung nutzen wir auch Wildbienen. Brutröhren werden in den Anlagen installiert, Kokons zugekauft und vor dem Schlüpfen ausgebracht. Vier verschiedene Imker helfen uns ebenfalls mit Ihren Bienen bei der Bestäubung. Für alle eine winwin Situation!

Vermarktung

Unsere Produkte werden zu rund 90% über den Bio-Fachhandel vermarktet. Desweiteren beliefern wir verschiedene Läden, Abo-Betriebe und Marktbeschicker. Immer Freitagnachmittags (während der Saison), werden unsere Obst-Produkte ab Hof angeboten. Ergänzend kommt noch eine kleine regionale Gemüseauswahl aus der Region hinzu. Desweiteren besuchen wir ausgewählte lokale Bauernmärkte während der Saison.

Bei Großhandelskunden haben wir mit Naturkost Schramm/Appenweier, dennree/Töpen, Cbet/Bühl und M&L in Göttingen über die Jahre verlässliche und wirklich sehr faire Partner gefunden. Dies ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich.

Die Direktvermarkter in der Region sind natürlich auch nach wie vor wichtige Stützen.

Unsere Produkte sind bei folgenden Betrieben zu erwerben

  • Frank Späth, Wagshurst
  • Yvonne und Günter Schneider, Urloffen
  • Johannes Witt, Weier
  • Gärtnerei Decker, Großweier
  • Gärtnerei Schmälzle, Mühlhofen
  • Elisabeth und Armin Reber, Unterentersbach
  • Claudia und Kilian Rudmann, Wasenweiler

Ernte

Wichtigste Regel bei unserer Ernte ist, die Früchte zum optimalsten Reifezeitpunkt zu ernten. Das ist nicht immer einfach in der Vermarktung zu „händeln“. Gewünscht vom Handel ist stets eine stabile feste Frucht, die noch mehrere Tage im Ladengeschäft präsentiert werden kann. Doch diese Vorgaben sind zusammen mit der optimalen Reife schwer umzusetzen.

Vor allem bei den Zwetschgen haben wir daher mit einem Großkunden das „optimale Reife“ Programm umgesetzt. Zeitnahe Absprachen machen das Möglich. Die durchweg positiven Rückmeldungen seitens der Kundschaft rechtfertigen den Aufwand und schaffen es, die Zwetschge wieder salonfähig zu machen. Sämtliches Obst wird bei uns selbstverständlich mit der Hand gepflückt.

Beim Weichobst und natürlich vor allem in der Langzeitlagerung von Äpfeln und Birnen ist eine sehr gute Lagertechnik eine unabdingbare Voraussetzung.

Kontrolle

Jährlich finden auf dem Betrieb und den Flächen Ökokontrollen statt, die den hohen Standard des Bio-Anbaus und besonders des demeter-Anbaus gewährleisten.

Auch über das Jahr werden immer wieder Stichproben im Warenkreislauf gezogen und ausgewertet.

Die EU-Kontrolle und demeter-Kontrolle finden unabhängig voneinander statt.

Unsere EG-Kontrollnummer lautet: DE-BW-022-04591-AB
Die demeter-Hofnummer lautet: 18351
betreuende Kontrollstelle ist der Kontrollverein e.V. Karlsruhe

Aktuelles

Naturschutz

Im Betrieb werden landschaftsprägende Einzelbäume, wo immer es geht erhalten. Daneben werden Nisthöhlen für Vögel und Fledermäuse aufgehängt. Außerdem versuchen wir mit Einzelheckenpflanzungen Nahrungsziele sowie Bruträume für Insekten und Vögel zu schaffen.

Zusammen mit dem Nabu sorgen wir seit Jahren für Nisthilfen des bedrohten Wiedehopfes. Die Belegungen bestätigen diesen Einsatz. Mittlerweile gibt es im näheren Umkreis wieder um die 50 Brutpaare. Im Frühjahr 2019 haben wir inmitten der Hofstelle ein Mehlschwalbenhaus gebaut. In der älteren Halle (auch kräftig mit Nisthilfen ausgestattet) brüten bereits Mauersegler, Stare, Meisen, Haussperlinge, Amsel, Bachstelze und Hausrotschwanz. Verschiedene blühende Einsaaten übers Jahr sollen das Nahrungsangebot für Insekten fördern. Das Ziel muss sein, möglichst viele Arten zu etablieren.


Klimaschutz

Auf unseren beiden Hallen produzieren wir eigenen Strom mit einer Kapazität von 56 kWp. Erzeugt werden im Schnitt 54000kWh, damit könnte man 15 Haushalte mit sauberen Strom versorgen. Für uns macht das daher Sinn, weil in den Sommermonaten die Obstkühlung sehr viel Energie verbraucht. Die Abwärme des Kühlaggregats nutzen wir wiederum zum Erwärmen vom Brauchwasser der Saisonkräfte inklusive des Heizens der Halle im Winter.

Bei unserer zugekauften Energie handelt es sich um 100% Ökostrom. Vom Hochrhein erzeugte Wasserkraft der Firma Naturenergie. Am Wohnhaus haben wir ebenfalls eine kleine Fotovoltaikanlage, die unseren kompletten Stromverbrauch abdeckt. Geheizt wird im Winter mit eigenem Obstbaumholz, Warmwasser wird im Sommer über Sonnenkollektoren hergestellt. Wir arbeiten außerdem mit Ökostrom der Schönauer Elektrizitätswerke.


demeter im Speziellen

In den biologisch-dynamischen Präparaten werden pflanzliche, mineralische und tierische Substanzen kombiniert und den Kräften der Natur ausgesetzt, um sie dann in veränderter Form der Erde als Heilmittel wieder zuzuführen. Sozusagen als Homöopathie für den Boden und die Pflanze. Diese für den biologisch-dynamischen Anbau notwendigen Spritz-Präparate Hornmist und Hornkiesel werden dann bei uns vor der Ausbringung noch mit der Hand eine Stunde gerührt.

Mit Hilfe eines Quads gelingt dies bei uns bodenschonend , wendig und schnell. Hornmist in Verbindung mit dem Fladenpräparat verbessert die Bodenstruktur und die Fruchtbarkeit des Bodens, während der Hornkiesel kurz vor der Ernte die Ausfärbung und den Geschmack verbessert.

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